Seit 2015 wurde der Blog nicht mehr gefüllt und angereichert, genau genommen seit wir aus unserer einjährigen Asien Reise zurück sind! Das soll sich jetzt ändern!! Die älteren Beiträge wurden alle während der Reise auf einem kleinen Laptop oder auf schwindeligen indischen Computern verfasst und eingefügt,...

 Neustart, Neuanfang, alles auf Null, Reset und doch ist man ganz schnell, auch nach einem Jahr Auszeit, in den alten Strukturen.   Ein halbes Jahr sind Thorsten und ich jetzt schon wieder in Gevelsberg. Nach dem Ankommen, renovieren, Freunde/Familie ausgiebig treffen, start der Arbeit, kehrt jetzt erst...

Wir sitzen am Meer, schauen den Wellen zu: Auf und Ab, so wie das Leben. Wir reflektieren unser Jahr. Es ist wie an Sylvester. Zeit um Bilanz zu ziehen und sich an all die Momente zu erinnern: die Guten, die Schlechten die Gigantischen, die hoechsten...

Achtung!! Wer gerade, wie wir, in einer Weltuntergangsstimmung ist und zu Depressionen neigt, sollte den naechsten Blogbeitrag ueberspringen! Denn dieses Mal wird es kein verzaubertes Bild von Indien geben. Es wird ein sehr trauriger und kritischer Beitrag und ein Abgesang auf die wundervolle Welt!   Nach zwei Wochen Luftverschmutzung in Kathmandu war unser Wunsch nach reiner Luft und Natur sehr gross. Darjeeling, da denkt man an an Tee, an liebliche gruene Huegel und alte Kolonialgebaeude. DSC_3754_bearbeitet            DSC_3739_bearbeitet

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Nach jedem Aufstieg muss es auch einen Abstieg geben...und der Abstieg vom Thorung La war eisig, rutschig und hart. Zum Glueck gibt es in Muktinath immer noch das Bob Marley Guesthouse, da haben sich alle Freunde des Treks zum feiern getroffen. Leider wurde meine Erkaeltung immer schlimmer und selbst nach einem Tag Ruhe war keine Besserung in Sicht. Dazu kam dann noch Schneefall und die Kaelte . Deshalb traf ich die Entscheidung : RAUS..12 Stunden.ungefaehr so:

tmp_DSC_0037_bearbeitet-689797787 Genau vor 9 Jahren haben Thorsten und ich dieses Schweigeretreat schon einmal gemacht. Damals hat er mir hier heimlich den Heiratsantrag in einer Kokosnussschale zugeschmuggelt. Und als wir Ideen fuer die neue Reise gesammelt haben war klar: das wollen wir noch einmal machen und auch bei Conny stand Wat Suan Mokkh ganz oben auf der Liste.

tmp_DSC_8732_bearbeitet-1056210781 Endlich, nach einem halben Jahr waren die Freunde da und leider viel zu schnell auch wieder weg (Pepi und Neuse). Die liebe Conny ist ja noch bei uns!! Die Ankunft war voller Freude und es fuehlte sich an, als ob wir uns erst gestern verabschiedet haetten. Unser gemeinsamer Urlaub begann in Bangkok und auf Koh Chang:

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Chiang Mai: Liebe auf den ersten Blick.

tmp_DSC_7948_bearbeitet1530719824tmp_DSC_7941_bearbeitet-101327923 tmp_DSC_7968_bearbeitet286875652     Chiang Mai ist die zweitgroesste thailaendische Stadt, sie wirkt aber kleiner und ist sehr gemuetlich und uebersichtlich. Chiang Mai ist ein Magnet fuer viele Auslaender die hier leben und arbeiten. Deshalb ist das Flair international und entsprechend das Angebot an  Restaurants, Kultur, Massagen und Yoga. Bereits nach kurzer Zeit hatten wir aus einer Fuelle vegetarischer Restaurants und Cafes unsere Lieblinge herausgepickt.   tmp_DSC_7822_bearbeitet1318659063tmp_DSC_7809_bearbeitet1648790632

mit Frauke Schuette und Nicole Duennemeier                         vom 4.10. - 11.10.2014 im Alexis Zorbas Zentrum auf Korfu Liebe Yogis und Yoginis, ab sofort kann die Yoga-Herzenswoche von Frauke und mir im wundervollen Alexis Zorbas gebucht werden. Seit einem halben...

Spontan sind wir fuer zwei Wochen nach Goa geflogen. Um genauer zu sein nach Arambol, das im Norden Goas liegt. Wir wollten endlich mal klassischen Urlaub mit Sonne, Strand und Meer. Hier waren wir vor neun Jahren schon einmal fuer laengere Zeit mit unserer Freundin Bine. Tatsaechlich hatte unser altes Guesthouse Ivons noch ein Zimmer fuer uns frei. DSC_5690_20131210102925495_20131212143111120_bearbeitetEs war eine grosse Widersehensfreude mit Martin und seiner Familie.tmp_DSC_5968_bearbeitet-404686196 Leider hat sich das Klientel in Goa sehr veraendert. Es ist mittlerweile von Russen besetzt. Zum Glueck mischt es sich in Arambol immer noch mit alten und neuen Hippies aus aller Welt und entsprechend bunt ist das Angebot. Yoga,Massage,Satsang, hier wird eigentlich jeder fuendig. Abends sammelt sich alles am Strand , trommelt, pfeift und posiert...   DSC_5760_bearbeitetDSC_5841_bearbeitet_1tmp_DSC_5835_bearbeitet-404686196

Wenn man ein Jahr reist gibt es genauso Hoehen und Tiefen, gute und schlechte Tage, wie zu Hause. Nicht jeder Tag fuehlt sich wie Urlaub an. Krankheiten empfindet man manchmal intensiver als zu Hause. Nach meiner kleinen Fuß-OP in Rischikesch, dem ¨Hexenschuߨ in Varanasi, Thorstens Grippe in Kalkutta, hatte ich die Grippe und eine echte Krise in Puri. Ich habe mich gar nicht mehr in meinem Koerper gefuehlt, konnte 5 Wochen kein Yoga praktizieren und war ungluecklich. DSC_5309_20131125194616511_bearbeitet Aber wir waren nicht umsonst in Puri. Denn hier gibt es in unmittelbarer Naehe einen der vier Yogini Tempel. Also sind Thorsten und ich trotz Grippe auf dem Motorrad hingebraust.     DSC_5518_bearbeitet DSC_5332_bearbeitetDer Tempel in Hirapur ist ganz klein und rund und offen. Innen sind an den Waenden 84 Yoginis. Zuerst bin ich aussen herum gegangen und habe diese tiefe Dankbarkeit fuer das Schaffen und die Kraft der Frauen gespuert. Dann habe ich den Tempel betreten und ein endloser Strom von Traenen ergoss, sich auch waehrend der Meditation, ueber meine Wangen. Ich hatte gar nicht das Gefuehl zu weinen, aber es floss und floss. Ich habe alle Blockaden und Krankheiten gespuert und ein weites grosses Herz.   DSC_5545_bearbeitet

  tmp_DSC_5124_bearbeitet1396399838 sang einst Vico Torriani so ¨schön¨ und so falsch. Denn Kalkutta oder Kolkata wie es sich heute nennt ,liegt am Hugli, einem Mündungsarm des Ganges. Das ist nur eines der vielen Klischees, mit denen die Einwohner Kolkatas konfrontiert werden. Unsere Gefühle waren durchaus gemischt, als wir von Gaya aus nach Kolkata fuhren. Auch wir dachten DSC_4947_bearbeitetan gigantische Slums, an Familien die auf der Straße leben und daran, das man über tote Menschen  steigen muß, während eine Schar bettelnder Lebrakranker einen umringt. Und ja, das gibt es in Kolkata. tmp_DSC_5065_bearbeitet-558401646Genau so, wie es Slums in Delhi, Mumbai, Sao Paulo und vielen anderen Großstädten der Welt gibt. Das Bild, des Armenhauses Indiens, wurde u.a. 1947 und 1970 geprägt, als durch politische Veränderungen bedingt, hunderttausende Flüchtlinge in die Stadt strömten. Unfassbare Armut war die Folge. Durch die Arbeit einer albanisch stämmigen Nonne, die unermüdlich gegen Hunger und Ungerechtigkeit kämpfte, wurde die Welt auf Kolkata aufmerksam. Mutter Theresa wird dafür auch heute noch verehrt.

Bodh Gaya ist für Buddhisten der heiligste Ort der Welt, denn hier wurde Buddha unter dem Boddhi Baum erleuchtet.   tmp_DSC_4733_bearbeitet213709729tmp_DSC_4238_bearbeitet-517456323tmp_DSC_4513_bearbeitet1242142969   Bodhgaya liegt mitten in Bihar, einem der ärmsten  Staaten Indiens. Das haben wir schon im Zug bemerkt und es war auch in Bodhgaya deutlich spürbar. Unser Guesthouse lag mitten im "Slum".tmp_DSC_4634_bearbeitet-1710284786 Zuerst waren wir etwas geschockt, aber wir hatten eine wunderbare Zeit in Mohamads Guesthouse , mit dem sauberstem Bad Indiens.   tmp_DSC_4751_bearbeitet194354117

tmp_DSC_3508_bearbeitet84917489 Varanasi (Benares) ist eine der aeltesten Staedte der Welt und eine der heiligsten in Indien. Wer hier stirbt wird von seinen Suenden befreit und kann aus dem Kreislauf der Wiedergeburten austreten, Erloesung erfahren. Tausende pilgern hier zur Mutter Ganges, um auf den Stufen die ins Wasser fuehren (Ghats) Rituale zu vollziehen und ein heiliges Bad zu nehmen.  

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  Varanasi ist die Stadt der Extreme, hier kommt alles auf dichtem Raum zusammen:  

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Wir haben in Rishikesh ein Spiel gemacht: Finde ein Haus, indem kein Yoga und kein Ayurveda angeboten wird.   tmp_DSC_2732_bearbeitet-1097806947Es ist mittlerweile wirklich schwierig, den Durchblick zu behalten und den richtigen Yogalehrer  zu finden. Es gibt eine Flut von Lehrern.Es ist halt ein"Yogasupermarkt"  und dadurch hat sich Rishikesh auch energetisch sehr veraendert. Zusaetzlich war dann noch mein Lieblingslehrer Surinder in Russland. Wir hatten trotzdem das Glueck  von einem Lehrer aus dem teacher training in unserem Hotel Einzelunterricht zu bekommen. Dann sind Conny und ich fuer 5 Tage in einen Ashram gegangen und Thorsten hatte frauenfrei und konnte den ganzen Tag mit dem Motorrad rumfahren.  

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Schon  lange wollten wir den goldenen Tempel von Amritsar sehen, aber er lag  nie auf unserer Reiseroute. Jetzt hatte Conny die Idee, die Reiseroute zu aendern. Schon beim Ankommen haben wir uns in der heiligsten Stadt der Sikhs sehr wohl gefuehlt und der erste Anblick des Tempels war ueberwaeltigend.

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Von Manali sind wir mit dem Nachtbus nach Dharamshala gefahren. Wenn man von Dharamshala spricht meinen die meisten McLeod Ganj, den Wohnort des Dalai Lama und die Heimat der tibetischen Exilregierung. Neben McLeod Ganj gibt es noch zwei weitere kleine Orte: Bhagsu und ganz oben auf dem Berg das Kuhdorf Dharamkot. Hier haben wir fuer die naechsten Tage unser zu Hause gefunden.

Connys und Nickis Tagesablauf glich einem German schedule:

9-11 Uhr Iyengar Yoga bei Mahi

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Nach drei Wochen Ladakh war klar, dass wir uns wieder auf den Weg machen muessen.tmp_DSC_0984_bearbeitet-787872440 Erstens, weil es langsam sehr kalt wurde, zweitens die Strasse nach Manali irgendwann gesperrt wird und drittens Nicki keine Lust mehr auf Leh hatte.

Aber wir wollten wenigstens noch die Kloester Likir und Alchi sehen.tmp_DSC_0920_bearbeitet-1882597438tmp_DSC_0931_bearbeitet-1924185677tmp_DSC_0949_bearbeitet-1805543792

tmp_DSC_0988_bearbeitet-652455430Namghyal (unser Lieblings-Reise-Agent) war uns auch hier wieder behilflich, indem er uns einen Luxusjeep besorgte. Dieser Tagesausflug war sehr beeindruckend. Likir hat eine sehr grosse sitzende Buddhafigur .und Alchi unterscheidet sich durch sein Alter von allen anderen Kloestern, die wir vorher gesehen haben.tmp_DSC_0995_bearbeitet-2063338059

und wieder mit zwei beaubernden jungen und gutaussehenden, humorvollen ...Israelis: Coco und Daniel

Auf unserem Trip durchs Nubra Valley haben wir Coco und Daniel kennengelernt. Als wir uns dann in Leh wieder getroffen haben , haben sie sich entschlossen den Markha Trek mit uns zusammen zu gehen. Dieser Trek dauert ungefaehr fuenf Tage und da Leh schon auf einer Hoehe von 3500 Metern liegt, koennt ihr euch vorstellen, wie hoch der Trek ging, zur Freude von Toto und Conny und zu meinem Horror. Man uebernachtet in sogenannten Homestays, bei den Familien. Es ist typisch auf duennen Strohmatrazen oder sogar auf Holz zu schlafen, man bekommt Dal  und Reis und Gemuese zu essen (jeden Tag!).DSC_0616_bearbeitet1873285230 DSC_0361_bearbeitet1181802439DSC_0639_bearbeitet-1520056168

Die wundervolle Reise mit Miriam und Dafile

Nach einem wundervollen Flug sind wir in Leh, der Hauptstadt von Ladakh, auf 3500 Meter gelegen angekommen. Wir haben uns langsam an die Hoehe gewoehnt...leider sind Conny und Toto krank geworden durch verdorbenses Essen. Als wir dann alle endlich fit und gesund waren, der Dalai Lama schon lange wieder abgereist, haben wir lange ueberlegt, was wir machen, welche Ecken wir dort oben erkunden und vor allem 7mit wem...

wir sassen unschluessig in einer travel agency, als ploetzlich Miriam und Dafna (israelische Mutter mit Tochter) eintraten und sich nach einer Fahrt ins Nubra Valley erkundigten. Sie suchten noch 2-3 Mitreisende...gleichzeitig haben Toto, Conny und ich aufgezeigt, wie in der Schule...es war Liebe auf den ersten Blick. Ihnen wurde ein Fahrer empfohlen: Poncho...er war nicht nur Fahrer sondern Guide, Ladakhi und sehr verbunden mit seiner Heimat und deren Bewohnern.

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Nach zwei sehr entspannten Wochen in Thailand, sind wir in Delhi aufgeschlagen. Fuer Conny die erste Begegnung mit Indien. Und da ist Delhi bei Regen natuerlich die erste Wahl. Thorsten hat beim skypen mit Kai, den Blick aus unserem Hotel gezeigt und Kai hat gefragt:...

Bevor wir uns in das anstrengende Indien begeben, haben wir uns gedacht:

Wir entspannen und chillen auf Koh Phangan in unserem geliebten Blue Lotus Resort DSC_8961_bearbeitet_1_bearbeitet1443512951bei Pong. ...bei Sonne, Yoga, Thai-Boxen und tollem Essen

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Dann sind Conny, Kai und Luka gekommen und gemeinsam haben wir auf unseren Mopeds als die gefuerchteten "Dead Snailes" die Insel unsicher gemacht.

DSC_8794_bearbeitet735901480DSC_8944_bearbeitet_11417507279immer schoen langsam und sicher und vor allem mit Helmen  

Unsere letzte große Reise endete im April 2005 in Bangkok auf dem Golden Mount,einer buddhistischen Tempelanlage. Dieser Ort ist eine Oase der Ruhe in der quirligen Stadt. Dort haben wir uns das Eheversprechen gegeben. Jetzt schließt sich für uns der Kreis. Denn unser neues Reisejahr...

das hat Bommi Baumann gesagt. Und genau das ist es was wir am reisen lieben. Sich auf den Weg  machen, Neues entdecken, Abenteuer  erleben, neue Kulturen kennen  lernen, zu SEIN.Und nach dem Fernweh kommt das Heimweh und wir kehren gerne wieder zurück  in unser geliebtes...